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Studie Biogasaufbereitung und Einspeisung ins Gasnetz

Zukünftig soll das Faulgas mittels Biogasaufbereitung gereinigt und ins Gasnetz eingespiesen werden

Die Schlammfaulung der ARA Biel vergärt den auf der ARA anfallenden Frischschlamm. Das gewonnene Biogas wird heute auf der ARA direkt in zwei Mikrogasturbinen verstromt und deckt ca. 40% des Strombedarfs der ARA ab. Die anfallende Abwärme der Mikro-gasturbinen wird direkt auf der ARA verwendet. Die beiden Mikrogasturbinen müssen nun aufgrund des Alters ersetzt werden. Anstelle eines eins zu eins (1:1) –Ersatzes, wurden im 2020 im Rahmen einer Studie mehrere Varianten für die zukünftige Biogasverwertung (BHKW, Biogasaufbereitung, Rohgasabgabe) einander gegenübergestellt und in Bezug auf ihre Wirtschaftlichkeit verglichen. Die Biogasaufbereitung per Membranverfahren mit Einspeisung des Methangases ins Erdgasnetz erwies sich dabei als ökologischste und wirtschaftlichste Variante. Als Abnehmer des aufbereiteten Biogases kommt die Energie Service Biel (ESB) in Frage, welche direkt vor der ARA Biel eine 1 bar-Erdgasleitung besitzt. Der Wegfall des Stroms bzw. der Wärme der Mikrogasturbinen kann durch den Bezug von Strom und Wärme aus der naheliegenden Kehrichtverbrennungsanlage (Müve) gedeckt werden.

Das Bauprojekt wurde detailliert ausgearbeitet und im 2021 soll die Anlage auf dem Areal in Brügg gebaut und in Betrieb genommen werden. Die Biogasaufbereitung und Einspeisung ins ESB-Netz soll ab Frühjahr 2022 im Regelbetrieb sein.